Eine Kurzgeschichte ist DaWanda für mich deshalb, weil ich dem „Marktplatz für Geschenke, Unikate, Handgemachtes und Besonderes mit Herz“ den Rücken zukehre. Dafür gibt es mehrere Gründe – der Hauptgrund sind jedoch die Gebühren. Aktuell gibt es noch einen SALE auf alle Bilder, bis in wenigen Tagen alle Einstellzeiten aufgebraucht sind.

Folgende Gründe tragen neben den Gebühren zu meinem Entschluss bei: Zwangsregistrierung, Übersichtlichkeit, Performance, Werbung.

Gebühren

Anfangs dachte ich mir: „Naja, ein paar Cent, damit kann man leben“. Doch als aus den paar Cent schneller als gedacht mal ein paar Euro geworden sind, wurde ich stutzig. Man zahlt bei DaWanda nämlich nicht pro Verkauf, sondern pro Einstellung (á 120 Tage, á 10-30 Cent). Je nach Preis des Artikels richtet sich auch der Preis pro Einstellung. Stellt man jetzt z.B. 20 Bilder zu 20€ ein, liegt man bereits bei 4€.

Natürlich hat man die Gebühren bereits beim ersten Verkauf eines Bildes wieder drin. Doch dann hat man bereits einen Verlust von fast einem Viertel gemacht. Möchte man nun die restlichen 19 Bilder wieder einstellen, steht man vor der Frage, sie stattdessen für weniger Geld (geringere Gebühr) einzustellen, oder wieder für den gleichen Preis. Egal wie: es summiert sich.

Mich stört es nicht, dass ich nicht rasend schnell 20 Bilder verkaufe. Nur stehen die Kosten irgendwann in keinem Verhältnis mehr zu den Möglichkeiten.

Als eine der neuen Möglichkeiten habe ich die größere Bandbreite an erreichbaren Leuten eingeschätzt  Doch davon habe ich bisher leider nicht viel gemerkt. Wahrscheinlich muss man dafür dann wirklich wieder extra einen sogenannten „Logenplatz“ erwerben, oder Geld dafür ausgeben, seine Artikel in mehr als einer Kategorie anzeigen zu lassen.

Zwangsregistrierung

Kurz gesagt: jemand, der nicht bei DaWanda registriert ist, kann auch keine Artikel aus meinem Shop kaufen. Für DaWanda vielleicht sinnvoll, für Interessenten und mich jedoch eher weniger. DaWanda verschickt nämlich öfter als „ab und an“ kleine süße Newsletter mit diversen interessanten Informationen.

Man kann/muss den Artikel dann per Hand entfernen.

Übersichtlichkeit

Meiner Meinung nach ist DaWanda allgemein ziemlich unübersichtlich. Möchte man nur stöbern, klappt das noch ganz gut. Aber durch die vielen Kategorien wird nicht nur das Einstellen von Bildern erschwert. Sind meine Bilder nun Illustrationen oder Aquarell/Mixed Media? Möchte man sein Bild in mehr als einer Kategorie anzeigen lassen, kostet das auf jeden Fall schon mal wieder extra!

Die Shop-Seite selber finde ich nett, aber design-technisch keinesfalls zeitgemäß. Für meinen Geschmack viel zu vollgepackt. Die Produkte treten fast schon in den Hintergrund, was zum Großteil daran liegt, dass einfache wahrnehmungspsychologische Regeln nicht befolgt werden. Unsere Augen sind daran Gewöhnt von links nach rechts und von oben nach unten zu lesen (=das sogenannte F-Muster). Da steckt Kultur und Evolution dahinter. Auf jeden Fall werden Elemente, die sich links oben befinden als erstes wahrgenommen. Größere Bilder werden natürlich wichtiger genommen, als kleinere Bilder.

Warum befinden sich dann links oben nicht meine Bilder, sondern Shopkategorien, Suche und ein im Vergleich zu meinen eigenen Artikelbildern viel zu großes Benutzerbild?

Zu diesem Thema habe ich einen ganz netten (englischsprachigen) Artikel gefunden: „5 Usability Lessons from Website Eye Tracking Studies“ von 

Performance

Es ist eine Sache 20 Bilder auf einmal reinstellen zu wollen und dabei jedes einzeln zu verwalten. Eine andere Sache ist es, wenn man Abends für jeden Klick ein paar Sekunden warten muss.

Ich weiß nicht, ob meine Performance-Probleme, temporärer Natur waren, oder ob sie immer noch bestehen. Anstrengend war es auf jeden Fall, die Bilder im Shop zu platzieren.

Werbung

DaWanda schickt gerne E-Mails, sogenannte Newsletter. Die kann man natürlich deaktivieren. Teilweise sind sie auch ganz nett. Mir wurde zu meinem ersten Verkauf mit Jubelsorgien gratuliert und nun auch zu meinem 10. Verkauf. Schön.

DaWanda ist eine große „Community“ – möchte man, dass die eigenen Bilder etwas mehr herausstechen, kann man dafür einen sogenannten „Logenplatz“ erwerben. Natürlich nicht umsonst.

Alternativen

Für mich kommen erstmal keine anderen Alternativen in Frage, als einen eigenen Shop. Da ich hier jedoch keine Fehler machen möchte, wird es erstmal dauern, bis ich meine Bilder wieder über einen Shop anbieten können werde.

Deswegen gibt es einen SALE von 25% auf meine restlichen Artikel

Ein paar Artikel stehen nur noch bis morgen drin. Die anderen bis zum 24. April. Danach könnt ihr mich immer noch einfach darauf ansprechen, oder warten, bis ich Zeit gefunden habe, einen eigenen Shop zu machen.

Bis zum 18. (morgen!) laufen noch folgende Bilder:

Tür 14 - Der letzt Baum

Tür 13: Zwei Welten

Tür 12: Der Frosch und die Schneeflocke

08-Regenbogen

Tür 7: Blätterklang (Scan)

Tür 3: Winterschlaf

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